Nein, ich lebe noch

| 4. September 2012 | 3 Kommentare

Gestern hatte ich meinen ersten freien Tag nach zwei Wochen Arbeit, der dringend nötig war. Mein Chef hat morgens angerufen und wegen zu starkem Regen abgesagt – Glück gehabt, konnten Fabi und ich so endlich in die Stadt fahren und groß einkaufen und danach mal nichts machen.

Ich habe mir einen neuen (alten) Fleace und ein T-Shirt für die Arbeit im Second Hand Laden gekauft, wir haben eine Menge Essen mitgenommen und danach noch Fabis Scheck eingelöst. Da Kaddo und Jannik leider heute abgereist sind, haben sie sich noch Schlafsäcke mitgenommen, heute Morgen haben wir ihr restliches Essen bekommen. Die zwei sind auf dem Weg nach Rotorua und dann weiter Richtung Süden, wo wir uns in etwa einem Monat wieder treffen wollen.

Die restliche Zeit habe ich genutzt, um ein bisschen zu schreiben und den Blog weiter zu entwickeln, kommt bald. Ein paar Nachrichten konnte ich auch schon beantworten, ein paar kommen jetzt noch. Bisher hat mein Chef noch nicht angerufen, wann ich kommen soll. Erst aber dieser Blogeintrag, nachdem ich doch tatsächlich Nachrichten bekommen habe, nach denen man sich nur noch sicher seien könnte, dass ich nicht tot bin, weil Fabi mich im Blog erwähnt.

Brot Nummer 1 – fantastisch!

Fabi hat zwei Brote gebacken (die wirklich gut aussehen und schmecken, wir haben schon überlegt damit ein bisschen Geld zuzuverdienen. Das Rezept gibts auch bei den Tipps). Abends sind wir vier mit Swantje spontan zum Badmintonverein von Tauranga gefahren und konnten für 8$ pro Person zwei Stunden mit Schlägern und echten Bällen von dort mitspielen. Endlich wieder Sport zu machen war super, wenn es sich neben der Arbeit noch einrichten lässt, werden wir da die nächsten Male auch wieder hinfahren.

Die Tage davor waren alle recht ähnlich für mich, früh aufstehen, lange arbeiten, zu Hause essen, duschen und bald ins Bett. Freitagabend hat Joe mich ein bisschen früher von der Arbeit nach Hause geschickt, es würde nachts sehr kalt werden und ich müsse wohl mit Alexis, einem Franzosen auch aus Tauranga, ran. Nachts gegen halb zwei kam dann auch der Anruf, ich solle möglichst schnell zur Plantage kommen. Fabi, Kaddo, Jannik und einige andere waren grade erst aus dem Irish Pub zurück gekommen, ich musste leider schon aufstehen. Bei Frost sterben die Kiwiblüten ab und die Bäume tragen keine Früchte in der nächsten Saison, deswegen müssen wir heizen.

einer von den drei Anhängern mit Raketenheizung

Tagsüber hatte ich auf der Plantage schon raketenähnliche Heizungen aufgestellt und Ventilatoren in Position gebracht und Alexis für acht Feuer das Holz gestapelt. Nach dem Frühstück im Van während der Fahrt mussten dann nur noch die Traktoren zwischen die Kiwibäume, ich musste die ganze Nacht Benzin in den Generatoren für die Heizungen und den Diesel in den Traktoren überprüfen und auffüllen. Um kurz vor neun, die Sonne schon längst wieder da, durften Alexis und ich endlich nach Hause ein bisschen schlafen, um 12:30 sollten wir doch bitte wieder zurück sein. Immerhin besser als bei der ersten Nachtschicht ein paar Tage früher, da gabs nur eine halbe Stunde Pause von 7:30 bis 8 Uhr morgens.

Simon und Ben, die anderen zwei Franzosen die noch mit auf der Farm arbeiten, hatten mal wieder Pech gehabt: Ihr Van steht seit mittlerweile über zwei Wochen in der Werkstatt und sie fahren in der Regel mit mir oder müssen eben per Anhalter zur Arbeit und zurück kommen, so wie Samstag. Spät abends (ich hatte ein bisschen früher Schluss gemacht) habe ich dann nochmal einen Anruf von den Zweien bekommen, sie stehen seit zwei Stunden in der Kälte und werden nicht mitgenommen, ob ich sie denn abholen könnte. Ein funktionierender Van ist schon was Praktisches 🙂

gutes Wetter, schönes Meer

Fabi hat leider nur drei Nächte in der Fischfabrik gearbeitet, seitdem brauchten sie vorerst keine Hilfsarbeiter mehr. Zusammen mit Max (der ja auch dort arbeitet) war Fabi in Tauranga unterwegs, am Strand und Autos suchen. Max hat sich einige Autos zum Hostel kommen lassen, die wir uns angeguckt haben und Probe gefahren sind. Gestern ist es ein wirklich guter, kleiner Van geworden, viel Platz und in super Zustand. Aber natürlich nichts gegen unser Gefährt…

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Kategorie: Blog, Neuseeland

Über den Autor ()

Ich war 8 Monate als Work and Traveler in Neuseeland und habe darüber gebloggt. Nach dem Abi ging es mit einem Freund los, es war definitiv die bisher beste Zeit des Lebens! Ich war in fast allen Ecken Neuseelands, habe unglaublich viele nette Leute und neue Freunde kennengelernt und zur Finanzierung auf Plantagen und auf dem Bau gearbeitet. Jetzt wieder in Deutschland studiere ich in Hannover und bin Autor der meisten Beiträge auf dieser Website ;-)

Kommentare (3)

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  1. Stefan sagt:

    Viel Arbeit, viel Brot, viele neue Freundschaften – weiter so 🙂

  2. Lea sagt:

    Das Brot sieht echt gut aus – hätt ich nie im Leben so hin bekommen 🙂
    2 Wochen nur Arbeiten hört sich fies an
    Meer, ich will auch 🙂

  3. carina sagt:

    Euren van hätte ich gerne, für Festivals! Wäre bestimmt praktisch. Bringt den doch mal mit, dann sollte southside nächstes Jahr doch kein Problem sein. 😛

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