Verbrannt am Strand - sehr elegant - Work and Travel Neuseeland organisieren

Verbrannt am Strand – sehr elegant

| 9. Februar 2013 | 3 Kommentare

Keine Halluzination – die Riesenkiwi

Während es bei euch in der Heimat leise vom Himmel rieselt, knallt die Sonne hier mit voller Lautstärke auf die Kiwis runter. Besonders an der Ostküste, wo das Wetter tendenziell am besten ist und wo ich mich rein zufällig auch gerade auch befinde.
Tauranga habe ich Richtung Süden verlassen, nachdem ich mich dort mal wieder mit Jan getroffen hatte. Der erste Stopp war Te Puke, allerdings ganz spontan, weil ich dort während der Fahrt direkt am Highway eine riiiieeesige Kiwi-Scheibe habe stehen sehen. Da ich weder etwas getrunken hatte, noch unterzuckert oder dehydriert war, ging ich davon aus, dass sie wohl wirklich da stand und fuhr von der Straße ab. Dann sah ich auch schon ein Schild mit der Aufschrift „Kiwi 360° Museum – Free!“. Das letzte Wort überzeugte mich am meisten, sodass ich mir den Spaß mal aus der Nähe anguckte. In die gigantische Frucht konnte man hineingehen und von oben rausgucken, eine lustige Idee, um Touristen anzulocken. Daneben gab es dann das Museum, das eigentlich größtenteils ein Souvenirshop für kiwi-affine Produkte jeglicher Art war; Kiwisaft, Kiwishampoo, sogar Kiwihonig. Ich habe natürlich in bester Backpackermanier ein paar kostenlose Proben abgestaubt und bin dann weitergefahren.

Ob wohl ein glücklicher Kapitän das Gold findet?

Zur Schlafstätte erkor ich dann einen Parkplatz direkt am Meer aus, auf dem erfreulicherweise kein No-Camping-Schild stand. Kurz nach meiner Ankunft gab es ein paar kurze Schauer, die einen ziemlich großen Regenbogen zur Folge hatten, dessen eines Ende direkt auf dem Meer war! Hatte ich auch noch nicht gesehen, war aber sehr schön. Das fanden offenbar viele Vorbeifahrende auch, denn innerhalb von ein paar Minuten füllte sich der Parkplatz mit Schaulustigen. Da denkt man immer, es gibt gar nicht so viele Neuseeländer, aber kaum gibt es was zu sehen, schon kommen sie alle an. Nachdem die Sensationsgier abgeklungen war, war ich wieder allein, konnte dann später aber zumindest auch ungestört schlafen.
Am nächsten Tag fuhr ich weiter bis nach Whakatane, wo ich erstmal zum Optiker ging, weil meine Augen ziemlich rot waren und tränten. Er sagte, ich hätte eine Allergie auf irgendwelche Pollen hier und empfahl mir eine andere Kontaktlinsenlösung. Und jetzt sind die Probleme auch schon wieder weggegangen, vielen Dank Meister Nasenfahrrad! Den Rest des Tages verbrachte ich in einem schönen Park, wo ich zwei Backpacker kennen lernte – Deutsche! Manchmal ist es wirklich ein bisschen lächerlich, wie viele von uns hier rumlaufen. Ich stellte mich dann abends zum Campen in ein Wohnviertel und tags darauf ging es weiter südwärts. Allerdings kam ich nicht besonders weit, weil ich ziemlich bald einen sehr schönen Strand nahe Opotiki sah, an dem überhaupt nichts los war. Ich hielt an und verbrachte dort fast den ganzen Tag mit Schwimmen, Gitarre spielen, Singen, Muschelkunst kreieren, einen Sonnenbrand kriegen, Faulenzen… diese fast absolute Freiheit ist definitiv eine der besten Sachen am Work and Travel.

Hamburg, meine Muschel… nee, Perle mein ich!

Abends fuhr ich noch ein Weilchen auf dem Highway und fand ein vermeintlich gutes Plätzchen vor einem verlassen aussehenden Grundstück mit einer alten Hütte darauf. Aber als ich später noch etwas Scrubs auf meinem Laptop guckte, hielt ein Auto neben mir, zwei Männer stiegen aus und empfahlen mir, immerhin recht freundlich, mir einen anderen Ort zu suchen. Also fuhr ich noch ein bisschen weiter, es war aber schon dunkel, also stellte ich mich einfach auf einen Parkplatz direkt an der Straße. Ich hatte zwar, wie bisher immer, Glück und bekam keine Strafe, allerdings gibt es eigentlich immer ein paar Leute, die beim Vorbeifahren hupen. Das scheint so ein allgemeines Signal des Missfallens gegenüber Freedom-Campern zu sein. Wie auch immer, heute bin ich bis nach Gisborne gefahren und war hier schon wieder den größten Teil des Tages am Strand – es ist einfach zu schön in der neuseeländischen Natur.

Kategorie: Allgemein, Blog

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Kommentare (3)

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  1. Avatar Stefan sagt:

    Also diesmal gefällt mir das dritte Bild ja mit Abstand am besten, zumal der HSV gerade ein Superspiel hingelegt und 4:1 in Dortmund gewonnen hat. Momentan Platz 5 – Europa, wir kommen.

  2. Avatar Lea sagt:

    Die riesen Kiwi sieht echt cool aus,
    Wie war den das Museum?

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