Stachelige, orange Gurken

| 6. Februar 2013 | 3 Kommentare

Bis Dienstag hatte ich noch Urlaub und konnte in der Bell Lodge entspannen, musste aber früh schlafen um am nächsten Morgen fit zum Arbeiten zu sein. Mit Johan aus dem Hostel bin ich zu einer horned melons-Plantage, diese mit Gurken verwandten Früchte werden manchmal zu Weihnachten in Deutschland als Drachenfrüchte verkauft. Das Pflücken ist jedenfalls sehr anstrengend, die Gurken wachsen auf dem Boden und ich darf mich den ganzen Tag bücken um die Drachen in den Karton zu packen. Mein Chef und Supervisor ist aber in Ordnung, die Kollegen auch. Ewig werde ich das nicht machen, aber so lange wollte ich ja eh nicht arbeiten.

Donnerstag und Freitag war ich wieder auf der Plantage, danach ging meistens nicht mehr viel im Hostel. Man findet aber meistens recht schnell ein paar, mit denen man sich gut versteht, so auch dieses Mal. Das ist eindeutig ein Vorteil vom Hostel, auch wenn es ein bisschen mehr kostet. Ich habe noch das ein oder andere Mal die Küche für mehr als nur Nudeln benutzt, endlich mal wieder Phase 10 gespielt und jede Mitfahrgelegenheit genutzt, um in die Stadt zum Einkaufen zu kommen.

Sprungangabe bei den Beachvolleyball NZ Open in Mt. Manganu

Sprungangabe bei den Beachvolleyball NZ Open in Mt. Manganu

Samstag bin ich mit Johan zum Mt. Manganui gefahren, direkt am Strand waren die Beachvolleyball Neuseeland Open, also die besten Neuseeländer und einige internationale Teams. Unglaublich gut anzugucken, ich bin den ganzen Tag geblieben. Ich habe mich dadurch auch wieder ans Badminton in Tauranga erinnert, zu Hause habe ich gleich die Zeiten nachgeguckt und Mitspieler organisiert (irgendwer musste mich ja mal wieder fahren). Insgesamt fünf Schweden sind im Hostel angekommen, die wirklich nett und offen sind, ich habe natürlich gleich mal ein bisschen nach ihrem zu Hause ausgefragt, aktueller Plan ist ja, dort oben im Norden zu studieren. Als erstes habe ich mal die richte Aussprache der Orte gelernt (ich lag ja völlig daneben), dann meinten sie leider, dass es da mehr regnet im Winter als alles andere. Aber wenn alle Schweden so sind wie die paar hier, werde ich da studieren, vielleicht kann ich die Uni ja vorher mal studieren…

Sonntag bin ich mit einer größeren Truppe erst Einkaufen und dann an den Strand. Ich hatte am Freitag bei der Arbeit leider meine Badehose zerstört, die andere hat Fabi.  Zum Glück gab es für $10 Ersatz, ich finde sie sieht auch ganz in Ordnung aus. Am Papamoa Beach hatten wir fast den gesamten Strand für uns, das Wetter genossen und Fußball gespielt. Ich bin leider in eine Muschel getreten und habe mir den kompletten großen Zeh aufgeschnitten, bis Montagabend zum Badminton musste das aber wieder klappen, hat es zum Glück auch. Ich hatte den ganzen Tag zum Zeh-heilen, wegen zu viel Regen haben wir nicht gearbeitet, mit Ilka aus Deutschland und drei Asiaten sind wir zur Halle gefahren. Ich glaube, ich sollte wieder zu Hause mir mal einen Verein suchen! Vorher habe ich Fabi noch getroffen, ich durfte mal wieder Auto fahren (wenn auch nur ein paar Kilometer) und wir haben uns um die Steuerrückzahlung gekümmert, wenn man nicht das ganze Jahr durchgehend arbeitet oder seine Arbeitgeber wechselt, stehen die Chancen gut, ein Teil der gezahlten Steuern zurück zu bekommen. Dazu aber mehr, sobald ich das alles verstanden habe.

Dienstag sind wir zwar früh aufgestanden, mussten dann aber wieder wegen Regen nicht los. Ich weiß nicht, ob es auf der Plantage geregnet hat, wir sind jedenfalls an den Strand und haben Beachvolleyball gespielt. Deutlich besser als heute, ich habe zehn Stunden orange, stachelige Gurken gepflückt.

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Kategorie: Blog, Neuseeland

Über den Autor ()

Ich war 8 Monate als Work and Traveler in Neuseeland und habe darüber gebloggt. Nach dem Abi ging es mit einem Freund los, es war definitiv die bisher beste Zeit des Lebens! Ich war in fast allen Ecken Neuseelands, habe unglaublich viele nette Leute und neue Freunde kennengelernt und zur Finanzierung auf Plantagen und auf dem Bau gearbeitet. Jetzt wieder in Deutschland studiere ich in Hannover und bin Autor der meisten Beiträge auf dieser Website ;-)

Kommentare (3)

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  1. Stefen sagt:

    Schweden?
    Also kein Fußball mehr, sondern Badminton!
    Die Schweden sind Doppelspezialisten.
    Nimm jetzt viel Sonne mit.
    Am Strand Volleyball = Urlaub auf höchstem Niveau.

  2. Stefan sagt:

    Ich hatte bislang Norden mit Norddeutschland bzw. Hamburg gleichgesetzt, aber Schweden ist natürlich auch im Norden.
    Finde ich gut: erst die Uni studieren, dann an der Uni studieren – die Studieninhalte würden wohl in englischer Sprache vermittelt werden, vermute ich.

  3. Lea sagt:

    Das Beachvoleyball foto sieht echt gut aus
    du willst in Schweden studieren?
    kannst du den überhaupt Schwedisch? oder gibt es auslands-studiengänge?

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