X-mas? Nix is!

| 9. Dezember 2012 | 6 Kommentare

Wir haben es zwar schon ein paarmal vermutet, aber mittlerweile hat der Sommer wohl endgültig Einzug gehalten. Auch wenn das Wetter hier fast so starken Schwankungen unterliegt wie der weibliche Hormonhaushalt, hatten wir schon einen Tag mit 30 Grad! Und das ist doch ein eindeutiges Zeichen.

Jans Hand auf dem Hydrauliklift in luftiger Höhe

Die zweite Woche an der Uni-Baustelle liegt mittlerweile hinter uns und wir sind uns einig: Heizungsrohre herausschneiden ist der beste Job, den wir bisher hatten! Die Bezahlung ist mit 16 Dollar brutto pro Stunde gut, es ist eigentlich nie stressig, wir arbeiten relativ oft ohne überwacht zu werden und der Chef Mike ist auch noch ziemlich entspannt. Der sieht übrigens aus wie der gute alte Bürohengst Stromberg, wir werden uns noch um ein Foto kümmern. Dass er so locker drauf ist, kam uns auch zugute, als wir an einem Morgen unsere beiden Wecker überhörten bzw. irgendwie in unsere Träume einbauten. So wachten wir erst um viertel vor sieben auf, 15 Minuten nachdem wir normalerweise losfahren. Also schnell in die Overalls gehetzt, Kontaktlinsen ins Auge gejagt und ohne Frühstück losgebrettert. Im Auto legten wir uns schon eine Entschuldigung zurecht („Jaa, wissen Sie, das Auto, das wollte nicht… also nicht so wie wir wollten… ist ja auch nicht mehr das jüngste… kennen Sie ja vielleicht von sich…“). Den letzten Teil hätten wir wohl eher weggelassen, aber soweit kam es gar nicht. Denn als wir 20 Minuten zu spät in das große Gebäude spazierten und Mike fanden, hatte er entweder nicht bemerkt, dass wir erst jetzt gekommen waren, oder es war ihm egal. Auch die Stundenzettel, auf die wir zwecks Abrechnung unsere tägliche Arbeitszeit schreiben, füllten wir einfach so aus wie immer, ist eben alles ein bisschen unproblematischer hier unten.

Nach der Arbeit liegt ja meistens nicht mehr so viel an, bzw. liegt man dann lieber irgendwo rum. Manchmal fahren wir aber auf dem Rückweg noch einkaufen, was meistens sehr lustig ist. Denn nach der Arbeit sehen wir in unseren dreckigen Overalls immer ziemlich verranzt aus und riechen wahrscheinlich etwa so wie nach einem einwöchigen Festival. Deswegen ernten wir oft leicht verstörte Blicke und wir müssen fast nie irgendwelchen Leuten ausweichen, weil die das meist liebend gern selber übernehmen. Bisher haben aber noch keine Kinder bei unserem Anblick angefangen zu weinen, also sehen wir wohl noch wie Menschen aus und nicht wie Zorgs vom Planeten Bog.

Wahnsinnige Power vorm Weihnachtsbaum

Wenn man arbeitet, ist ja nur eins noch schöner als der Feierabend: das Wochenende. Und dieses war wirklich ein Gammelwochenende der feinsten Sorte; wir haben fast nichts gemacht außer Essen zu kaufen, zu essen und den Luxus zu genießen, in einem echten Haus zu wohnen. Naja, immerhin haben wir mit einem leichten Fitnessprogramm angefangen, um jung und in Schwung zu bleiben. Also hier eine Warnung an alle zuhause: wenn wir zurückkommen sind wir die Gebrüder Ochse. Echt! Nicht.
Wie auch immer, so langsam rückt ja auch Heilig Abend näher, wobei die Stimmung wirklich unweihnachtlicher kaum sein könnte. Jan findet das zwar gut, da er mit „diesem ganzen Kram“ nicht viel am Hut hat (außer den Geschenken natürlich!), ich mag Lebkuchen, Weihnachtsmarkt und Co aber eigentlich ganz gern. Wenigstens sieht man hier und da ein bisschen Dekoration und bei uns wurde heute ein Baum aufgestellt und geschmückt. Sogar die Geschenke liegen schon darunter… die armen Kinder müssen jetzt also regelmäßig an ihnen vorbeigehen ohne sie aufmachen zu dürfen. Manchmal sehen die Kiwis ihren Nachwuchs wohl gerne leiden. Abgesehen davon gibt es bald doch einen Weihnachtsmarkt in unserem Christchurch! Allerdings erst ab dem 21. Dezember, sodass wir ihn nicht mehr bestaunen können werden. Denn morgen beginnt ja unsere letzte Arbeitswoche und damit auch unsere letzte Woche bei Robert. Schon ein bisschen schade, da wir uns hier wirklich wohl fühlen, aber es wird jetzt trotzdem mal wieder Zeit, etwas zu sehen und zu erleben. Zum neuen Jahr wollen wir wieder auf der Nordinsel sein und vorher auf jeden Fall zum Milford Sound, ansonsten halten wir uns alles offen. Planen ist ja eh nicht so unser Ding.

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Kategorie: Blog, Neuseeland

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Kommentare (6)

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  1. MÄDY sagt:

    Starke Männer braucht das Land 😀

  2. Stefan sagt:

    Den letzten Satz mit der Planung finde ich gut – wie Konfuzius schon sagte: „Der Weg ist das Ziel“. Dank meines Lindt-Adventskalenders weiß ich, von wem dieser schlaue Spruch kommt, gestern stand er zu lesen. Einen schönen letzten Arbeitstag wünsche ich euch.

  3. kaddo sagt:

    gutes foto! aber der baum ist leider hässlich 😀

  4. Stefen sagt:

    Ich dachte, ihr wolltet noch irgendeine Straße fahren, die gesperrt war, wegen Schnee und dann irgend einen Gipfel mtnehmen?

    Den Schnee habe wir jetzt, 20cm, 2h Schneeschieben…

    Die Hand sieht gut aus…
    Die Höhe schwindelig…

  5. Lea sagt:

    @ Fabi: schon gut trainiert 😉
    @ Jan: musst noch ein bisschen üben, um groß und stark zu werden 😉

    Frohe Vorweihnachtszeit euch beiden

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