Saftige Preise, bitterer Nachgeschmack, süßer Süden

| 24. September 2012 | 8 Kommentare

Ein schönes Fleckchen am Highway

Wir sind angekommen auf der menschenleereren, schafreicheren, imposanten Südinsel Neuseelands! Nach zwei wirklich angenehmen Tagen bei Kristina war Samstagmorgen um 9.25 Uhr der final Check-in zu unserer Fähre nach Picton. Wir waren natürlich souverän um 9 Uhr 23 am Schalter und konnten noch aufs Schiffchen drauffahren. Da ich das freie Internet bei Kristina zum Skypen genutzt und keine 4 Stunden geschlafen hatte, döste ich erstmal ein bisschen. Danach gab es auf der Überfahrt noch einige wunderschöne Inseln und Buchten zu sehen, die wir ausgiebig bestaunten. Angekommen in Picton nahmen wir uns nicht viel Zeit, um die Stadt anzugucken, sondern fuhren zügig weiter Richtung Süden, weil wir uns in Christchurch mit Jannik und Kaddo aus Bielefeld treffen wollten. Die beiden hatten wir ja in Tauranga kennen gelernt und uns so gut verstanden, dass wir beschlossen hatten, zusammen herumzureisen. Also machten wir uns gegen 14 Uhr auf die etwa 350 Kilometer lange Reise. Die Natur war eigentlich die ganze Zeit über ziemlich beeindruckend, recht bergig und doch direkt am Meer. Nach etwa einer Stunde sahen wir dann eine Stelle, die uns so gut gefiel, dass wir erstmal eine Vollbremsung hinlegten, am Highway anhielten und eine Pause machten. Die paar Meter zum Meer waren schnell zurückgelegt und obwohl es zu kalt zum Baden war, verweilten wir eine gute halbe Stunde dort.

J.D. und Trundle, die Herrscher der Straße

Dann ging es weiter durch die dünn besiedelten Lande. Der Sprit wurde langsam knapp, aber, naiv wie wir waren, dachten wir, die nächste Tanke kommt bestimmt. Sie kommt doch bestimmt bald. Nur noch um die nächste Kurve. Auch nicht? Ah, da sehe ich etwas! Verdammt, nur ein Bootsverleih… So ging es ein Weilchen, während die Tanknadel schon längst auf „E“ wie empty stand. Wir wussten zwar, dass irgendwann die nächste Stadt namens Kaikoura auf dem Weg liegen würde, nur wie weit es war, wussten wir leider nicht. Als wir uns schon mit dem Gedanken an einen unfreiwilligen Stopp abgefunden hatten, war dann endlich die Stadt in Sicht. Laut Anzeige war der Tank schon seit fast vierzig Kilometern leer, aber J.D. schleppte sich tapfer bis zur nächsten Benzinauffüllstation. Die war zwar mit 2.27 Dollar pro Liter das Teuerste, was wir bis dato gesehen hatten, trotzdem hätten wir nicht gedacht, dass man sich so sehr über eine Tankstelle freuen kann.

Mit frischem Saft und neuer Kraft setzten wir unsere Reise fort und kamen gegen acht Uhr abends bei dem Hostel an, wo Jannik und Kaddo gerade waren. Nach einem großen Wiedersehens-Hallo bestaunten wir dann ihren am vorigen Tag gemieteten Van, in dem sie jetzt die nächste Zeit schlafen. Wir läuteten die gemeinsame Zeit mit dem freundlicherweise von Kristina gesponserten Beck’s ein und guckten zur Vorbereitung auf das Wohnen in unwirtlichen Gegenden „Ausgesetzt in der Wildnis“, wo der Survival-Gott Bear Grylls der Natur zeigt, wo der Hammer hängt.
Am nächsten Morgen frühstückten Jan und ich auf dem Bürgersteig, die anderen beiden im Hostel und dann ging es weiter ins 80 Km entfernte Akaroa an der Ostküste. Wir beide mit J.D. und Jannik und Kaddo mit ihrem Van „Trundle“, auf dem neben ein paar kessen Sprüchen die Ninja Turtles abgebildet sind. Unser Zielort war ziemlich klein, lag aber direkt am Meer und gefiel uns. Wir parkten

Ladekabelwahnsinn im Fastfoodladen

zunächst mal ein bisschen außerhalb an der „Childrens Bay“, wo das Wasser allerdings verseucht war. Den Neuseeländern liegt wohl nicht so viel an ihrem Nachwuchs. Die Bucht war aber sehr schön und wir packten erstmal die Campingkocher aus und kochten Nudeln mit Frankfurter Würstchen. Nach dem Essen standen wir noch ein bisschen an der unverzichtbaren öffentlichen Toilette, ehe wir zur Childrens Bay zurückkehrten. Obwohl die Abende und Nächte hier noch ziemlich kalt sind, saßen wir noch eine ganze Weile auf den Steinen am Ufer und bestaunten das Meer. Da gerade Flut, war, bestaunten wir es dann irgendwann vom Gras aus.

Heute Morgen sind wir um 9 aufgestanden, für Backpackerverhältnisse also noch fast nachts, und haben uns die Karte von der Südinsel ein bisschen angeschaut. Wir wollten erstmal weiter runterfahren, die nächste Station sollte Timaru heißen. Dort sind wir dann nachmittags irgendwann angekommen und haben sofort nach zwei essentiell wichtigen Fixpunkten Ausschau gehalten: Klo (in diesem Fall McDonalds) und Einkaufsmöglichkeit (hier Pak’n’Save). Jetzt sitzen wir gerade in der Fasfoodkettenfiliale und laden unsere elektronischen Gerätschaften mithilfe einer sensationellen Konstruktion aus einem Adapter, zwei Dreifachsteckern und sechs Ladegeräten. Schlafen wollen wir dann später auf dem Supermarktparkplatz, jetzt ernähren wir uns erstmal weiter vom kostenlosen W-Lan wie die Mücken vom BLUUUUUT.

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Kategorie: Blog, Neuseeland

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Kommentare (8)

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  1. Stefen sagt:

    Hallo Geburtstagskind Jens,

    ob Jan bei dem Namen weiß wer du bist?

    Jan, weiß du es?
    (Er is‘ soeben 46 geworden…)

  2. Jens mitdemhaciendaferrarie sagt:

    Hej Jan, habt Spaß! Jens

  3. Stefen sagt:

    …immer wieder Auto:

    Der Wagen sieht auch nicht schlecht aus !!!

    Ab wann lohnt sich denn mieten?
    Wie hoch ist so eine Miete?
    PSzahl wahrscheinlich wieder nicht bekannt?
    Diesel oder Benziner?
    Was braucht er oder sie auf’n hunni?
    Kann man mal ’ne Probefahrt machen?

    • Fabian sagt:

      Hi, die beiden bezahlen für einen knappen Monat 345 Dollar Miete, was aber auch schon ein Sonderangebot war, dazu 25 Dollar Versicherung pro Tag. Er hat schon stolze 350000 Kilometer runter, aber neuen WOF (entspricht dem TÜV). Ist ein Benziner und braucht so 8 bis 10 Liter und da man den übers Internet bucht, macht man normalerweise keine Probefahrt. Aber wenn er dann total schlecht ist, kann man ihn bestimmt nochmal umtauschen.
      Grüße aus Oamaru

  4. Stefan sagt:

    Marek hat mich gerade aufgeklärt, dass Trundle eine Figur aus seinem Lieblingsspiel LoL ist – falls es nicht noch mehr Trundles gibt. Eure Bielefelder Freunde spielen das wohl auch ganz gern. Ich finde es auch lustig, wie die Mietwagen in Neuseeland aussehen – ich glaube, einen Ninja-Turtle-Van gibt es hier nicht zu mieten…

  5. marika sagt:

    Jajaja, ihr wisst euch schon zu helfen 😀 Gut, dass McDonald das nicht gesehen hat…

    Gute Reise 🙂

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