Angkor What?!

| 15. Juli 2012 | 2 Kommentare

Das Wortspiel ist ganz sicher nicht neu, es gibt sogar ein Hostel in Siem Reap mit diesem Namen – unserem Eindruck entspricht es aber. Früh morgens aufgestanden sind wir gegen halb zehn zusammen mit Ben auf dem Tuk Tuk in Richtung Tempel los, vorher mussten wir noch den Fahrer überzeugen, dass 12$ ein guter Preis ist. Gleich danach kündigte er uns schonmal Regen für 14 Uhr an, na super… Für Touristen gibt es Routen durch die Anlangen, da wir nur einen Tag hatten, blieb nur die kleine Runde.

die Eingangstore zum Angkor Wat

Schon auf dem Weg zur ersten Station saßen Affen auf der Straße, eine große, künstlich angelegte Insel im künstlichen See begrüßte uns – der erste Tempeleingang sah beeindruckend aus! Knapp anderthalb Stunden durch den größten aller Tempel gelaufen, eine Menge Bilder gemacht und gestaunt: Wie bitte haben die vor fast 1000 Jahren so viele Steine geschliffen, verziert, dort hingebracht, den See ausgegraben und vorher noch alles berechnet? 🙂 (Wir haben allerdings festgestellt, dass sie noch keine Rundbögen kannten und Fabi meint, die Hälfte der Bevölkerung hat gebaut, die andere Hälfte Essen produziert – wären bei der damals größten Stadt der Welt jeweils 500.000 Leute)

Nach dem Angkor Wat waren wir noch bei Angkor Thom mit vielen, großen Gesichtern auf den Türmen und am Drehort vom Tomb Raider: Ta Phrom mit unglaublichen Bäumen in und auf den Mauern.  Auf dem Weg dorthin hat sich Fabi eine Maultrommel gekauft – und bei jeder Gelegenheit gespielt und andere Touristen komisch gucken lassen 🙂

Um 13:30 wollte uns der Tuk Tuk Fahrer freundlicherweise noch ins Floating Village bringen, wo es vieles kostenlos gäbe – zum Glück haben wir vor Abfahrt aus ihm herausbekommen, dass das Boot zum Übersetzen aber 20$ pro Person kostet. Er hätte dann gleich 3x Provision kassiert. Nun gut, wir hatten die Runde als Tagestour verstanden, der nette Fahrer wollte aber wieder zurück: „Small Tour ready!“ Wie angekündigt hat es dann auch angefangen zu regnen, also doch ab nach Hause.

Ben hat schnell einen Bus nach Vietnam gebucht und war eine Stunde später weg (mit dem Versprechen hier ab und zu zu lesen 🙂 ), wir sind aufs Zimmer und ich konnte endlich mal Tour de France gucken. Das Internet war fast schnell genug, wir hatten Zeit und draußen gabs nur Regen. Noch günstiger als auf dem Hinweg ging’s für uns am nächsten Morgen auch mit dem Bus zurück, insgesamt 18$ bis Bangkok. Dazu bequem direkt vom Hostel aus gebucht, mit dem Happy Guesthouse hatte Fabi wirklich einen Glücksgriff (unglaublich leckeres Essen, z.B. frischen Fruchtsalat mit Müsli und Johurt und günstige, saubere Zimmer). Mit dem Bus keine Extrazahlungen an der Grenze, kein ewiges Rattern und Wackeln wie im Zug und Klimaanlage! Ein bisschen vom Land haben wir auch noch gesehen…

Wieder in Bangkok haben wir Adi aus den USA, der mit uns im Bus war und noch kein Zimmer hatte, einfach mit zu unserem Host gebracht. Leider gab es selbst für Fabi und mich nur noch ein Bettgestell mit 1cm festem Schaumstoff drüber. Aus alten, grünen Kissen undefinierbarer Herkuft ließ sich aber eine Matratze einrichten und irgendwer aus diesem Haus hat mir dann auch noch eine dünne Matratze gebracht – Glück gehabt 🙂

Knock-out?

Heute sind wir zu dritt zum Grand Palace mit Bus und Boot gefahren, beim Eintritt mussten wir uns lange Hosen leihen, da unsere zu kurz waren. Der Besuch sollte aber 11€ kosten und wir hatten nicht mehr viel Bares dabei, haben es dann also ganz gelassen und sind ein bisschen über den Markt davor geschlendert… Um 12 mussten wir wieder zurück bei James, unserem Gastgeber, sein, um pünktlich zum Highlight des Tages zu kommen: Ganz in der Nähe war ein großer Thai-Box-Wettkampf. Insgesamt 6 Kämpfe, 2 Knock-outs und eine Menge Leute inklusive Fernsehübertragung. Mit 4 Südafrikanern, Adi und zwei Spaniern, die auch in unsererm Zimmer übernachtet hatten, gab’s ganz gut was zu sehen.

Vor knapp zwei Stunden haben wir nochmal im Cafe von unserem Host gegessen, mein Omlett mit Hühnchen und Rind, der frische Limettensaft und Fabis Oreoshake waren ziemlich gut, das Curry aber eindeutig zu scharf. Fabi musste aufgeben und sich ein milderes bringen lassen 🙂 Gleich gehts ans Dinge zusammensuchen und Tasche packen, morgen früh zum Flughafen und zu Ren nach Singapur. Leider wieder nur AirAsia, also null Komfort 🙂

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Kategorie: Blog, On the road

Über den Autor ()

Ich war 8 Monate als Work and Traveler in Neuseeland und habe darüber gebloggt. Nach dem Abi ging es mit einem Freund los, es war definitiv die bisher beste Zeit des Lebens! Ich war in fast allen Ecken Neuseelands, habe unglaublich viele nette Leute und neue Freunde kennengelernt und zur Finanzierung auf Plantagen und auf dem Bau gearbeitet. Jetzt wieder in Deutschland studiere ich in Hannover und bin Autor der meisten Beiträge auf dieser Website ;-)

Kommentare (2)

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  1. Stefen sagt:

    Da muss ich auch mal hin,
    aber nur, wenn ich am Steuer sitze…
    Morgen probiere ich an der Arbeit, wieviel Personen ich in den Passat kriege, scheint ein lukrativer Job zu sein…
    Für alle Fälle bring ich die Vittelflaschen von Jan mit,
    dann kann ich noch einen Nebenjob mit Tanke machen…

  2. Anna sagt:

    die tempelfotos sind echt beeindruckend 😉

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