Transport | Von A nach B

Das Reisen ist vermutlich für alle Work and Traveler der Hauptgrund,  warum sie nach Neuseeland gekommen sind. Um auch alles sehen zu können und von einem Ort zum nächsten zu kommen, gibt es einige Möglichkeiten, die sich gut anbieten und je nach Reisetyp individuell ausgesucht werden sollten. Auf dieser Seite:

Auto

Mit dem Auto in Neuseeland zu reisen ist die beste Möglichkeit, alle entlegenen Ecken und Strände zu sehen, von  denen erzählt wird. Denn man ist flexibel, an keine Route gebunden und nicht von anderen abhängig. Dafür kostet ein Auto natürlich viel Geld, einmalig die Anschaffung bzw. die Miete und während der Fahrt noch zusätzlich der Sprit. Bei einem eigenen Auto können auch noch Kosten für Reparaturen oder Untersuchungen und Steuern anfallen.

Auto oder Campervan?

Viele Backpacker fahren mit alten Campervans durch Neuseeland die von der Größe zwischen etwas keiner als VW Sharan und VW Bus sind. Diese Camper haben den Vorteil, dass man mit ein bisschen Umbau darin schlafen kann, sind aber auch teurer und verbrauchen mehr Sprit als ein kleiner Wagen. Da diese Camper von vielen Work and Travelern genutzt werden, sind sie in der Regel schon mit Bett und Campingausrüstung ausgestattet.

Mieten

viele Backpacker kaufen sich alte Vans mit eingebautem Bett

viele Backpacker kaufen sich alte Vans mit eingebautem Bett

Um sich für ein paar Wochen oder sogar Monate ein Auto oder kleinen Campervan mieten zu können, braucht man auf jeden Fall eine Menge Geld. Es ist die sichere Variante, da der Vermieter bei schon vorhandenen Schäden an dem Auto für Ersatz sorgen muss und in der Regel Komplett-Versicherungen angeboten werden. Zeit für den Verkauf muss auch nicht eingeplant werden, Mieten bietet sich also vor allem für kürzere Aufenthalte in Neuseeland an. Inklusive Versicherung wird das Mieten aber recht schnell teuer, spätestens ab einer Dauer von ein bis zwei Monaten kann sich der Kauf lohnen. Die günstigsten Vans gibt es bei Wicked Camper, die die aussortierten Autos von den anderen Anbietern vermieten.

Kaufen

Ab einer Dauer von etwa einem Monat im Auto kann der Kauf günstiger sein als die Miete für den Van, den Verkaufserlös noch nicht wieder mit eingerechnet. Ein kleines, altes Auto gibt es schon für $1000, Campervans gibt es, je nach Größe und Alter, ab etwa $2500. Vor allem japanische Autos haben unglaublich gute Laufzeiten und wenig Probleme. Vor dem Kauf sollte aber unbedingt der Wagen kontrolliert werden, mit höherem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit von Problemen deutlich an. Falls du dich nicht mit Autos auskennst, bieten viele Werkstätten so genannten „mechanical checks“ an.

Häufig werden die Vans von anderen Backpackern verkauft, Standardutensilien sind Campingstühle, Gaskocher mit Topf, Pfanne und Besteck, Stauraum unter dem Bett für Klamotten und Essen und ähnliches. Komfortabler wird der Van durch Fliegengitter vor den Fenstern, einem kleinen Tisch für drinnen und draußen, Stromumwandler um Laptop und Handy mit der Autobatterie zu laden und einem kleinen Wäscheständer. Eine Lichterkette unter der Decke schafft besseres Licht als eine einzelne Taschenlampe, da sie nicht auf einen Punkt zentriert ist. Mehr Informationen findest du bei Kriterien zum Autokauf und alles zu Versicherung und Steuern beim eigenen Auto.

Transfercar

Für einmalige Fahrten lohnt sich ein Blick auf transfercar.co.nz. Die Seite arbeitet mit Autoverleihen in Neuseeland zusammen. Viele Leute mieten Autos oder Camper für eine bestimmte Strecke (z.B. von Auckland nach Wellington), wenige fahren aber wieder zurück. Damit die Verleihfirmen nicht Angestellte bezahlen müssen, die die Autos wieder in den Norden fahren, dürfen Backpacker die Autos für ein paar Tage kostenlos nutzen und bringen sie dafür zurück. Die angebotenen Deals unterscheiden sich teilweise stark in den Leistungen, manchmal gibt es Fährkosten, Versicherung, Spritgeld und sechs Tage Nutzung inklusive, manchmal ist es nur das Auto für zwei Tage und die Zusatzkosten müssen selbst getragen werden.

Über eine Kreditkarte muss eine relativ hohe Sicherheit hinterlegt werden für den Fall, dass das Auto unterwegs einen Unfall hat. Diese Sicherheit gibt es mit der Rückgabe des Autos aber wieder zurück.

Auto fahren in Neuseeland

Auto fahren in Neuseeland

Auch wenn du Mittelerde am liebsten stilecht mit einem Drachen erkunden möchtest, wirst du dich in Neuseeland früher oder später für ein reales Transportmittel entscheiden müssen. Ob Zug, Bus oder Bahn, die unbeschwerte Freiheit eines Roadtrips zieht seit Jahrhunderten Reisende, Künstler und Freigeister aller Art in ihren Bann. Mit dem eigenen Auto und Freunden im […]

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Bus

Für Backpacker ohne eigenes Auto, Kurzreisende oder für einzelne Strecken bietet sich der Reisebus an. Und Alleinreisende treffen hier schnell und einfach Gleichgesinnte. Es gibt in Neuseeland einige Busanbieter, die beide Inseln abdecken, haben dabei aber teilweise unterschiedliche Angebote.

Komplettreisen mit Hop-on-Hop-off Tickets

Kiwi Experience und Stray bieten Tourguide und Busfahrer in einem, der während der Fahrt zu interessanten Orten und Aktionen informiert, an Attraktionen hält und der auch Ausflüge, Übernachtungsmöglichkeiten und Tourguides buchen kann. Beide Unternehmen bieten ‚Hop-on-Hop-off‘ Tickets an, bei denen die Reisenden ein Ticket für eine gesamte Neuseelandrundfahrt bekommen und jederzeit aussteigen, sich etwas angucken und später weiterfahren können. Das Ticket gilt teilweise nur in eine Richtung und für jede Strecke einmalig, auf den Websites der Anbieter können die aktuellen Routen ausgewählt werden.

Stray  bietet etwas kleinere und ältere Busse, die Busfahrer kennen sich nicht so gut aus wie die Guides von Magic und Kiwi Experience, die etwas günstiger sind. Der Altersdurchschnitt ist bei Stray und Kiwi Experience insgesamt niedriger als bei Magic, da ältere Reisende und Paare öfter Magic nutzen.

Ausführliche Infos zu den Bustouren

Einzelne Fahrten in Neuseeland

Für einzelne Fahrten innerhalb Neuseelands bieten sich teilweise auch die Komplettanbieter an, da sie Einzeltickets manchmal günstig verkaufen. Es gibt weitere Busanbieter, die sich auf die Fernfahrten spezialisiert haben und keinen Guide während der Fahrt anbieten. Die größte Organisation ist Intercity, außerdem fahren NakedBus und Atomic Shuttels. Diese sind häufig günstiger als Komplettanbieter, Unterkünfte und Ausflüge müssen aber selbst organisiert werden. Auch diese Anbieter haben Mehrfachtickets, teilweise in Form von Stundenkarten (je mehr Stunden gekauft werden, desto günstiger die einzelne gefahrene Stunde), Hop-on-Hop-off Tickets oder Rundfahrten.

Ausführliche Infos zu den Angeboten der einzelnen Fahrten

Trampen

In Neuseeland sind vergleichsweise viele 'hitch-hiker' unterwegs - die Chancen mitgenommen zu werden sind gut

In Neuseeland sind vergleichsweise viele ‚hitch-hiker‘ unterwegs – die Chancen mitgenommen zu werden sind gut

In Neuseeland zu trampen funktioniert gut, viele Kiwis, besonders Maoris nehmen auch Männer mit, in der Regel wird man innerhalb von wenigen Minuten mitgenommen. Zu zweit wird es natürlich schwerer Mitfahrgelegenheiten zu finden, klappt aber trotzdem relativ schnell. Als Frau  ist man deutlich einfacher unterwegs, ob man allerdings alleine trampen möchte, sollte man sich gut überlegen. Neuseeland ist sicher und es gibt nur sehr Selten Berichte von Problemen beim ‚hitchen‘. Häufiger trampen zwei Frauen zusammen, was die Reise sicherer und unterhaltsamer macht. Frauen haben oft auch den Vorteil, dass ihnen mehr vertraut wird und sie häufiger von Neuseeländern zum Abendessen eingeladen werden oder eine Nacht bei dem Fahrer/in bleiben dürfen.

Flugzeug

Innerhalb Neuseelands sind Flüge zwischen den drei größten (Auckland, Wellington, Christchurch) relativ günstig, ab und zu gibt es auch günstige Angebote zu den kleineren Flughäfen, wenn man zeitlich flexibel ist. Auf grabaseat.co.nz gibt es recht kurzfristig Flüge für ab $49 zu finden, Restposten werden dort verkauft.

Inlandsflüge können günstiger als die Fährüberfahrt sein, Vergleiche lohnen sich!

Inlandsflüge können günstiger als die Fährüberfahrt sein, Vergleiche lohnen sich!

Auch nach Australien und zu den Fidschis gibt es manchmal Angebote. Gepäck über das Handgepäck (7kg) hinaus kostet $10 extra pro Flug bei grabaseat. Innerhalb Neuseelands fliegen vor allem Air New Zealand und JetStar, internationale Anbieter gibt es viele.

Alle neuseeländischen Flughäfen sind relativ klein und übersichtlich. Für Inlandsflüge ohne Zusatzgepäck wird meistens erwartet, dass man 30 Minuten vor Abflug im Terminal ist.

Fähre

Zwischen der Nord- und Südinsel fahren zwei Fähren, außer mit dem Flugzeug zu fliegen gibt es keine Alternativen. Die Überfahrt dauert etwa drei Stunden und ist bei gutem Wetter schön anzusehen. Die beiden Anbieter unterscheiden sich kaum, Bluebridge ist teurer als Interislander, bei letzterer kosten die Tickets Anfang 2013 $55 für einfache Passagiere, für einen Van mit zwei Passagieren zahlt man zwischen $200 und $250. Fahrten zu weniger attraktiven Zeiten (nachts und in der Woche) sind teilweise günstiger. Tickets können meistens noch an der Fähre oder wenige Tage vorher gekauft werden, nur selten sind alle Fahrten an einem Tag komplett ausverkauft.

bei gutem Wetter lohnt sich das Deck der Fähre - es gibt auch zwischen den Inseln unglaubliche Natur!

bei gutem Wetter lohnt sich das Deck der Fähre – es gibt auch zwischen den Inseln unglaubliche Natur!

Als BBH-Card Besitzer gibt es 10% Rabatt bei Interislander mit dem Promo-Code „BBH1“, die Mitgliedskarte muss bei der Einfahrt vorgezeigt werden.

Fahrrad

Es gibt mehr und mehr Backpacker, die sich dafür entscheiden das Land vom Fahrrad aus zu erkunden. Es ist die vermutlich flexibelste Art zu reisen, allerdings sind große Strecken schwieriger zurückzulegen und bei Fahrten durch dünn besiedelte Gebiete muss genug Proviant und Wasser eingepackt werden! In Neuseeland ist Helmpflicht, Radwege gibt es wenig. Auf den größeren Straßen gibt es häufig Seitenstreifen, die von Radfahrern genutzt werden sollten.

Fahrräder mit nach Neuseeland zu bringen kann teuer sein und unterwegs entstandene kleine Schäden am Rad sollten eingeplant werden. In den größeren Städten gibt es Fahrradgeschäfte, die teilweise auch Buy-Back-Deals anbieten, das Rad also innerhalb einer bestimmten Zeit garantiert wieder zu einem festen Preis zurückkaufen. Es gibt auch viele gebrauchte Räder. Für lange Radreisen bieten sich alternativ zu Satteltaschen Fahrradanhänger an, die es günstig in den örtlichen Baumärkten gibt.

In den größeren Orten und vielen Hostels gibt es Angebote zum Fahrradleihen. Die Qualität der Räder und die Preise unterscheiden sich teilweise stark, manche Hostels bieten sie kostenlos an.

Kommentare (12)

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  1. Helena Schmidt sagt:

    Hallo Jan, ich bin Helena! Ich bin im Moment in Neuseeland und mache ein Praktikum bei Kiwi Experience. Meine Aufgabe hier ist herauszufinden, von welchen Websites deutsche Backpacker ihre Informationen beziehen bevor sie nach Neuseeland kommen und was genau dortueber Kiwi Experience berichtet wird. Dabei bin ich auf deine Seite gestossen und fand es sehr interessant, dass du sowohl einen Blog ueber deine Erlebnisse verfasst, als auch viele hilfreiche Informationen fuer Reisende gibst.
    Bei deinen Tips zu Fortbewegungsmethoden bin ich auch auf Infos ueber Kiwi Experience gestossen.
    Alle Auskuenfte sind wirklich sehr nuetzlich! Aber was mir aufgefallen ist, dass bei der Beschreibung die Unterschiede zwischen den Busunternehmen nicht wirklich heraus kommen. Kiwi Experience zB unterscheidet sich naemlich von seinen Konkurrenten, besonders durch die jahrelange Erfahrung (dieses Jahr ist ihr 25. Geburtstag), aber auch noch in vielen anderen Punkten.
    Das wollte ich nur mal anmerken, wenn du gerne eine detailliertere Beschreibung des Unternehmens hinzufuegen moechtest kann ich sehr gerne etwas fuer dich vorverfassen!
    Ich gehe in 1 1/2 Wochen selber auf einen Trip mit ihnen und kann dann auf der Basis meiner Erfahrungen berichten.
    Danke fuer deine Kooperation, Helena 🙂

    • Jan sagt:

      Moin Helena, Danke für Deinen Kommentar. Dann scheint die Seite ja schon einige anzusprechen, dabei ist sie noch im Aufbau und wird noch viel besser!

      Den Bus-Abschnitt werde ich die nächsten Tage überarbeiten, gerne mit Deiner Hilfe – aber die Konkurrenz werde ich mir auch angucken, das bleibt neutral hier! 🙂 Ich schreibe Dir die nächsten Tage eine Mail!

      Soweit ich weiss wurde Stray von einem der Gründer von KiwiExperience gegründet, die Erfahrung in Jahren sollte da etwa gleich sein oder?

      Viel Spass da unten und grüß mir NZ

      • Helena Schmidt sagt:

        Dafuer dass sie im Aufbau ist, ist sie wirklich schon sehr interessant und informativ!
        Ich wuerde dir gerne dabei helfen die Beschreibung ueber Kiwi Experience zu verfassen. Natuerlich soll auch eine Beschreibung der anderen Unternehmen nicht fehlen, sonst werden die Unterschiede ja auch gar nicht wirklich klar und mit Sicherheit haben auch die Konkurrenten von Kiwi Experience viele Vorteile!
        Vielleicht waere eine Tabelle eine gute Moeglichkeit die Busunternehmen zu vergleichen. Aus fairen Gruenden werde ich dir da aber hauptsaechlich bei den Infos ueber Kiwi Experience helfen.
        Auf eine gute Zusammenarbeit! 🙂

  2. Lukas sagt:

    Hallo,
    wie schaut es denn mit Motorradreisen aus? Ist mein Deutscher Motorradführerschein dort auch ohne Einschränkung gültig oder muss ich mit irgendwelchen Einschränkungen rechnen (Altersgrenzen etc.)?

  3. Stine sagt:

    hey Jan,

    du hast geschrieben, dass man es sich als frau gut überlegen sollte ob man alleine trampt. Bezieht sich das allgemein auf den Auslandsaufenthalt oder nur auf das hitchen? Ich habe vor nach meinem Schulabschluss Work and Travel in neuseeland zu machen, werde allerdings(höchstwahrscheinlich) alleine unterwegs sein. Was meinst du? Sollte ich lieber noch ne Freundin ins Gepäck schnallen? 😉

    Danke im Vorraus für deine Antwort^^

    • Jan sagt:

      Moin Stine,
      ich habe Neuseeland als äußerst sicher empfunden – meine Empfehlung bezieht sich nur aufs Trampen. Und es waren auch einige Frauen alleine hitchend unterwegs, von Problemen habe ich auch von denen nie gehört.
      Ich denke es spricht nichts dagegen, alleine los zu ziehen, wenn Du das möchtest. Vor Ort sind auch genug andere Backpacker um eine Reisepartner(in) zu finden, falls einem gerade danach ist 😉

      • Stine sagt:

        Okay, danke für die schnelle Antwort. 🙂
        Mir gefällt diese Seite wirklich sehr…Weckt richtig den Drang einfach Sachen zu packen und los. Großes Lob an dich!

        LG Stine

  4. Jan sagt:

    Tach Jan,
    Wie schaut das mit dem Trampen auf der dünn besiedelten Südinsel aus?
    Beste Grüße,
    Jan

    • Jan sagt:

      Moin Jan,
      das geht auch da hervorragend. Es gibt ja nicht so viele Straßen, dadurch zentriert es sich wieder. Und es gibt unglaublich viele Touristen 🙂
      Aber natürlich gibt es auch schwierigere Strecken. West- und Ostküste sind kein Problem zwischen Nelson, Blenheim, Chch, Dunedin, Invercargill, Queenstown, Greymouth. Richtig in die Fjorde oder zum Mt. Cook wird sicher ein bisschen komplizierter

  5. Lara sagt:

    Hallo Jan,

    ich habe gerade in Auckland einen Stationwagon gekauft und wuerde ihn gerne umbauen lassen (Bettgestell mit Stauraum darunter + Vorhaenge). Kennst du eine gute Adresse in Auckland, wo das guenstig und schnell gemacht wird? Und mit welcher Summe sollte ich ungefaehr rechnen?

    Viele Gruesse,
    Lara

    • Jan sagt:

      Moin Lara,
      alle Backpacker die ich getroffen habe und einen nicht ausgebauten Wagen gekauft haben, haben das selbst umgebaut. Ich vermute, die meisten Camper sind in irgendeiner Garage/ auf dem Parkplatz eines Hostels entstanden

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